3D-Druck – Tipps und Tricks sowie die wichtigsten Begriffe

Du bist frischgebackener Besitzer eines 3D-Druckers oder denkst darüber nach, dir einen zu kaufen? Freue dich auf die kommenden Wochen und Monaten mit deinem 3D-Drucker. Erlebe eine steile Lernkurve und entdecke dank innovativen 3D-Druckverfahren eine neue Welt des Lernens und Entdeckens. Lasse deine Vorstellungen und Zeichnungen reale Objekte werden.

Tipps zum Einstieg in den 3D-Druck

Um dir den Einstieg in den 3D-Druck zu erleichtern haben wir für dich die wichtigsten Tipps und Tricks gesammelt. Lese den Text bis zum Schluss und du wirst mehr über den 3D-Druck, seine Begrifflichkeiten und Möglichkeiten wissen und erfolgreich anwenden.

Bauplattform richtig einstellen

Eine unebene eingestellte Bauplattform kann dir während des 3D-Druckens einige Kopfschmerzen bereiten, weshalb du die richtige Einstellung der Bauplattform genauer im Blick behalten solltest. Die korrekte Einstellung deiner Bauplattform kannst du stets mit dem Papiertest überprüfen. Verwende einfach ein einzelnes normaldickes Blatt Papier, um die Höhe der Extruder-Nozzle über deiner Bauplattform zu messen und einzustellen. Die Spitze des Extruders sollte das Blatt Papier an allen vier Ecken und in der Mitte berühren. Dabei sollte es so fest zwischen Nozzle und Bauplattform sitzen, dass es mit etwas Kraftaufwand – ohne jedoch dabei zu reißen – bewegt werden kann.

Optimale Reinigung der Bauplattform

Achte stehts auf eine saubere und rückstandsfrei Bauplattform! Wenn deine Plattform unsauber ist, haften deine Druckobjekte nicht so gut auf der Bauplattform. Verwende ein feuchtes Tuch oder Alkohol zur optimalen Reinigung der Bauplattform. Entferne auch Schmutz, Fette und Öle von deinen Händen bevor du die Bauplattform anfasst. Achte dabei stets auf den Schutz deiner Hände vor zu aggressiven Mitteln. Am besten verwendest du eine Handwaschpaste, wie sie unter anderem in Kfz-Betrieben eingesetzt wird. Bei der Verwendung von Alkohol empfehlen wir dir stets achtsam vorzugehen und dich zu schützen.

Die richtige Temperatur für ABS einstellen

Falls du ABS verwendest, solltest du deine Bauplattform immer auf 100 - 120 ° C vorheizen, damit sich die Kanten deines Bauteils nicht krümmen und das Filament besser auf deiner Plattform haftet. So wirkst du dem Warping (Verziehen der Bauteile) entgegen und verbesserst die Haftung von ABS auf dem 3D-Druckuntergrund.

Haftung von ABS verbessern – Warping minimieren

Um ABS besser haftbar zu machen und Warping zu minimieren solltest du neben einem beheizten Druckbett Kapton Tape oder Adhesives, wie Magigoo, Haftspray, BuildTak oder verwenden. Durch die Verwendung von Adhesives verringerst du das Verziehen deiner Bauteile. Weiterhin bieten einige 3D-Drucker eine perforierte Bauplattform an. Durch die größere Oberfläche erhöhst du die Reibung und optimierst die Haftung auf der Bauplattform.

3D-Drucke mit PLA-Filament

Beim 3D-Druck mit PLA ist keine beheizte Plattform erforderlich. Generell ist PLA-Filament sehr einfach und intuitiv zu verarbeiten. Wir nutzen meist gewöhnliches Malerband (Blue Tape), da es sehr günstig und für den PLA-3D-Druck bestens geeignet ist.

Weiterhin kannst du auch gewöhnliches Haarspray (extra stark) oder einen Klebestift verwenden um eine viel bessere Haftung zwischen dem gedruckten 3D-Objekten und der Bauplattform deines 3D-Druckers zu realisieren.

Tipp – Einstellungssache

Wenn du ein Objekt zum ersten Mal 3D-druckst, nutze die niedrigste Auflösung (in der Regel Schichtstärke 0,4 mm) auf deinem 3D-Drucker. Stelle dir vor, du entdeckst nach 10 Stunden in hoher Druckqualität, dass dein Objekt 1 mm zu klein ist! Durch eine niedrigere Auflösung kannst du dieser Fehlerquelle entgegenwirken.

Mache dich mit dem Material vertraut

Stelle stets sicher, dass du mit dem Filament, welches du nutzen, gut vertraut bist. Außer ABS und PLA gibt es eine große Auswahl weiterer Filamente mit unterschiedlichen und vielfältigen Materialeigenschaften. Materialien wie PETG, HIPS, ASA, Nylon, Metall, Holz, PC, PP, PVA, PPSU, PEEK oder Ultem bieten dir die richtigen Eigenschaften für deine Anwendung.

Die Anwendung bestimmt das Material

Wähle das richtige Filament dabei anwendungsspezifisch aus. Die Materialien unterscheiden sich beispielsweise in der Schmelz- und Glasübergangstemperatur, Dichte, Bruchdehnung, Säure-, Feuer- und Witterungsbeständigkeit,  Extrusionsgeschwindigkeit sowie der Zulassung für Lebensmittel und Biokompatibilität. Je nach Material solltest du ein Heitzbett verwenden oder kannst darauf verzichten.

Materialinformationen finden

Bei unseren PrimaCreator- sowie Drittanbieter-Filamenten findest du stets Informationen auf der Produktseite über spezifische Materialeigenschaften. Solltest du eine Information einmal nicht auffinden bieten dir die Websites der Herstellers weitere aktuelle Informationen zu deinen Wunsch-Materialien.

​Wichtige Begriffe aus der Welt des 3D-Druckens – Von A bis Z

3D-Drucker

3D-Scanner

3MF-Dateiformat

ABS-Filament

Aceton

Additive Fertigung

Bauplattform

Beheizbarer Bauraum

Blue Tape

CAD – Computer Aided Design

Daylight- / LCD-Panel-Technologie

DLP (Digital Light Processing)

Extruder

Extrusion

FabLab

Fertigungsintegration

Filament

G-Code

Generative Fertigung

Grundplatte / Druckplattformauflage

Industrie 4.0

Ironing

Iterative Produktentwicklung

Kapton Tape

Maker

Mass Costumization

Mesh

Metall-3D-Druck

OBJ-Dateiformat

Oozing

Open Innovation

PLA

Polygonnetz

Rapid Prototyping

Rapid Tooling

Rapid Manufacturing

Reprap

Resin

Retraction

Sintern

Slicer

Stereolithographie

STL

Stringing

Smart Factory

Supply Chain

Support-Material

TPU

Voxel

Wasserdichte CAD-Daten

Warping

3D-Drucker

3D-Drucker fertigen 3D-Objekte durch das additive (hinzufügende) Auftragen von Materialschichten. In vielen Anwendungen sind generative Produktionsverfahren vorteilhaft gegenüber subtraktiven Fertigungsprozessen wie dem CNC-Fräsen, bei dem Bauteile durch Zerspanung und Materialabtragung entstehen. Durch den Einsatz von 3D-Druckern kann die Verschwendung von wertvollem Material reduziert werden.

3D-Scanner

3D-Scanner erfassen Oberflächengeometrien und -texturen von Personen, Tieren oder Objekten mittels optischer Verfahren. Häufig werden Streifenlicht-, Infrarot- und Lasertechnologie sowie Photogrammetrieverfahren für den 3D-Scan eingesetzt. 3D-Kameras wie Kinect oder Intel RealSense können auch zum 3D-Scannen verwendet werden.

3MF-Dateiformat

Das 3MF-Format (3D Manufacturing Format)  ist ein neues Standardformat der wichtigsten Hersteller von 3D-Drucker, CAD-Programmen, 3D-Software und Betriebssystemen. Als Erweiterung enthält es Oberflächenbeschreibungen, Textur- und Materialinformationen der 3D-Modelle. Hinter dem 3MF-Format steht ein Konsortium namenhafter Hersteller, wie 3D Systems, Autodesk, Dassault Systems, EOS, General Electric, HP, Materialise, Microsoft, Netfabb, SLM Solutions, Shapeways, Siemens, Stratasys und Ultimaker.

ABS-Filament

Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere sind thermoplastisch formbare Kunststoffe. ABS wurde erstmals in den 1940er Jahren synthetisiert. Dieser Kunststoff findet häufig Anwendung in der Industrie (Automobil- und Maschinenbau) sowie dem Haushalt (Spielzeuge: LEGO). Anfangs wurde ABS häufig als Filament für den 3D-Druck verwendet, da es beständig, fest und leicht ist. ABS besitzt einen starken Nachteil; es neigt sehr stark zum Verziehen (Warping). Deshalb wird es zunehmend im 3D-Druck von anderen leichter zu verarbeitenden Materialien ersetzt.

Aceton

Mit Aceton können verschiedene 3D-Druckmaterialien (z. B. PLA und ABS) bearbeitet oder beidseitig angeschmolzen und "geklebt" werden. Aceton schmilzt die Oberfläche von ABS auf und macht sie klebrig. Eine kurze Behandlung mit Aceton verleiht ABS eine glatte Oberfläche. PLA verliert durch die Behandlung mit Aceton seine Starrheit und wird leicht flexibel. Beim Umgang mit Aceton ist starke Vorsicht geboten. Kinder sollten diese Chemikalie nicht verwenden.

Additive Fertigung (engl. Additive Manufacturing: AM)

Der Begriff der Additiven Fertigung wird häufig im professionellen und industriellen Zusammenhang mit 3D-Druck genannt. Im Gegensatz zu subtraktiven Fertigungstechnologien werden bei der Additiven Fertigung (auch Generativen Fertigung genannt) Komponenten durch das bahn- und schichtweise Materialauftragen hergestellt.

Bauplattform

Die Bauplattform eines 3D-Druckers bietet den Grund, auf dem das zu fertigende 3D-Objekt haftet und Schicht für Schicht hergestellt wird.

Beheizbarer Bauraum

Ein beheizter Bauraum wirkt dem Verziehen (Warping des Materials) entgegen. Stark zu Warping neigende Materialien wie ABS sollten nur in einem geschlossenen (ideal beheizten) Bauräumen eingesetzt werden.

Blue Tape

Blue Tape wird auch Painter Blue Tape (Malerklebeband) genannt. Es dient dazu, PLA-Filament auf der Bauplattform besser haltbar zu machen.

CAD – Computer Aided Design

Unter CAD(Computer Aided Design) versteht man die digitale Konstruktion von 3D-Objekten am Computer. Die dreidimensionalen CAD-Daten können dann exportiert und von 3D-Druckern oder CNC-Fräsen für die automatisierte Komponentenfertigung verwendet werden.

Daylight- / LCD-Panel-Technologie

3D-Tageslichtdrucker verwenden herkömmliche LCD-Bildschirme zur Aushärtung von flüssigen Photopolymeren (Resin). Wenn das von dem LCD-Bildschirm abgegebene Licht auf das Material trifft, härtet es an der belichteten Stelle aus, es polymerisiert. Bei der Daylight-Technologie reicht der Energiegehalt eines normalen Smartphone-, Tablet-, Computer- oder hochauflösenden TV-Displays aus um den Polymerisations-Prozess zu starten. 3D-Drucker mit LCD-Technologie stellen eine kostengünstige und zuverlässige Alternative zu SLA- oder DLP-3D-Druckern dar.

DLP (Digital Light Processing)

Dieses 3D-Druckverfahren verwendet einen LED-UV-Projektor, mit dem das flüssige Harz ausgehärtet wird. Der Energiegehalt des Lichtes mit einer Wellenlänge von 405 nm initiiert den Polymerisations-Prozess des liquiden Resins. Aufgrund eines immer besser werden Preis-Leistungsverhältnisses erfreuen sich DLP-3D-Drucker stark steigender Beliebtheit. Sie stellen eine kostengünstige Alternative zu SLA-3D-Drucker und zunehmend auch zu FFF-3D-Druckern dar. 

Extruder

Der Extruder ist der "Druckkopf" des 3D-Druckers. Durch ihn wird thermoplastisch verformbares Filament angezogen, erwärmt und extrudiert. Es gibt Direktextruder, die direkt auf dem Schlitten sitzen und Bowden-Extruder, welche am Gehäuse des 3D-Druckers angebracht sind und das Material durch einen PTFE (Teflon)-Schlauch schieben.

Extrusion

Extrusion beschreibt den Vorgang bei Schmelzschichtverfahren, bei dem erwärmtes und verflüssigtes Material (Filament) durch ein Loch in der Nozzle (3D-Druckerdüse) gedrückt. Das ausgetretene Material wird bahnen- und schichtweise, nebeneinander und aufeinander gelegt. So wird zunächst die Bauplattform mit Material befüllt und später in die Höhe gebaut.

FabLab

Fablabs sind Teil der Maker Kultur. Sie bieten dir die Möglichkeit, mit Technologien wie 3D-Druck, CNC-Fräsen oder Laserschneiden zu arbeiten. Tipp: Erkundige dich in deiner Region nach dem nächstgelegenen Fablab, wenn du unverbindlich ersten Kontakt zu der 3D-Technologie aufnehmen möchtest. Dort kannst du dich auch mit anderen Makern und Technik-Enthusiasten verbinden und von und mit diesen lernen.

Fertigungsintegration

Der Begriff Fertigungsintegration beschreibt die intelligente Vernetzung und Integration verschiedener IT-Systeme (ERP-, MES- und Shop Floor-Systeme) und Produktionstechnologien (CNC-Fräsen, 3D-Drucker und Spritzgießmaschinen). Die Integration deiner IT optimiert deine Produktion in Bezug auf Zeit, Kosten und Effizienz. Zukünftig wird die Integration noch wichtiger werden, da der Trend in der Produktfertigung von der Massenproduktion zur Individualisierung übergeht. 3D-Druck und Additive Fertigung spielen eine entscheidende Rolle in der Produktion von morgen.

Filament

Filament bezeichnet einen dünnen Faden aus thermoformbarem Material (PLA, ABS, Nylon, PETG, PP, PEEK, ULTEM, ....). Filament wird in den Extruder gefördert und dort erwärmt. Durch die Hitze verflüssigt sich das Material und tritt am Ende des Extruders – an der Nozzle – aus.

G-Code

G-Codes bezeichnen den Maschinen-Code, der u.a. deinem 3D-Drucker Steuerungsanweisungen gibt. Der Begriff steht als gebräuchliche Name für die weit verbreitete CNC-Programmiersprache (Computer Numerical Control), die über viele Anwendungsbereiche verfügt. Hauptsächlich in der Automatisierung verwendet, ist die Sprache ein Teil des computergestützten Ingenieurwesens. G-Code ist eine Sprache, in der Menschen computergesteuerten Werkzeugmaschinen Aufgaben weitergeben. Über Anweisungen wird definiert wohin die Bewegung geht, wie schnell die Bewegung ausgeführt und welcher Pfad (den der 3D-Drucker abfährt) genutzt wird.

Generative Fertigung

Der Ausdruck Generative Fertigung ist ein Synonym für die Additive Fertigung. Oftmals werden auch die englischsprachigen Abkürzungen AM (Additive Manufacturing) und GM (Generative Manufacturing) verwendet.

Grundplatte / Druckplattformauflage

Dies ist ein Begriff, dem du von nun an öfter begegnen wirst. Eine Grundplatte dient der Haftungsverbesserung und sollte größer als deine tatsächlichen 3D-Drucke sein. Eine Druckplattformauflage bietet bessere Haftung während des 3D-Drucks. Beispielsweise stellt BuildTak eine gute Druckplattformauflage dar.

Industrie 4.0

Industrie 4.0 beschreibt die Schaffung von vernetzten und integrierten Produktions- und Logistikprozessen sowie Gegenständen. Die Vernetzung und Integration zieht sich von der Produktidee über die Produktion, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling der Produkte durch. 3D-Drucker werden zunehmend vernetzt und in den Prozess der Entwicklung, Produktion und Wartung von Produkten integriert. Während des gesamten Produktionszyklus interagieren sie vernetzt mit anderen Fertigungs- und Informationstechnologien im Rahmen von Industrie 4.0-Anwendungen.

Ironing

Ironing beschreibt die einstellbare Funktion in einiger Slicer-Software. Ironing bietet dir die Möglichkeit, die letzte 3D-Druckschicht mit der Nozzle zu "bügeln". Die Nozzle deines 3D-Druckers bewegt sich ohne dabei zu extrudieren nochmals über die zuletzt gefertigte Schicht. Durch diesen Vorgang glättet sie die Objekt-Oberfläche. Du bekommst somit eine verbesserte und glatte letzten Schicht.

Iterative Produktentwicklung

Bisher war die iterative Produktentwicklung vor allem aus der Software-Entwicklung bekannt. Die iterative Produktentwicklung findet in sich wiederholenden Zyklen mit ständiger Produktoptimierung statt. Die Hersteller von Software entwickelten hierbei zunächst eine Beta-Version, diese wird getestet und an den Test-Anwender verteilt. Die Tester erproben und evaluieren die Software. Basierend auf diesen Test werden Verbesserungen durchgeführt, solange bis das Ergebnis optimiert ist. Durch 3D-Druck, CAD und 3D-Scan wird die iterative Entwicklung und Optimierung von physischen Erzeugnissen einfacher und günstiger.

Kapton Tape

Kapton Tape findet sich neben Luft- und Raumfahrtanwendungen und in der Elektrotechnik wieder. Es besitzt Eigenschaften, die es für den 3D-Druck, insbesondere mit ABS, sehr nützlich machen. ABS haftet bei Temperaturen von etwa 100 ° C sehr gut auf Kapton. Nutze Kapton Tape, um die Haftung von 3D-Druck-Objekten auf der Bauplattform deines 3D-Druckers zu verbessern.

Maker

Ein Maker ist Teil einer sozialen Bewegung, deren Mitglieder technische Aufgaben "von selbst" durch den Einsatz von Technologie lösen. Unter anderem setzen Maker 3D-Drucker, CNC-Fräsmaschinen, Minicomputer und Prozessoren ein, technische Systeme eigenständig zu erzeugen. Maker sind Teil der DIY-Kultur. Diese ist eng mit dem 3D-Druck, wie wir ihn heute kennen, verbunden.

Mass Costumization

Mass Costumization beschreibt die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen durch die Kombination verschiedener Standardkomponenten zu individualisierten Produkten. 3D-Druck / Additive Manufacturing kann noch weiter gehen und die Produktion komplett originell anpassen. Der 3D-Druck ermöglicht die individuelle Herstellung von Losen mit der Größe 1.

Mesh

Ein Mesh ist ein Polygonnetz. Dieses wird erstellt aus der Verbindung vieler einzelner Dreiecksflächen zu einer Oberfläche. Ein Mesh kann eine Oberfläche von Objekten beschreiben, die in 3D gescannt  oder aus einer CAD-Datei erzeugt wurden. Beispiele für Dateiformate die Objekte durch Meshs beschreiben sind STL-, OBJ-, 3MF.

Metall-3D-Druck (beispielsweise SLM, Sintern oder Binder Jetting)

Je nach aktuellem technologischen Entwicklungsstand können unterschiedliche Metalle additiv gefertigt werden. Hierbei werden in den meisten Fällen Metallpulver durch Sintern oder Laserschmelzen verarbeitet. Eine weitere Möglichkeit, Metallpulver zu 3D-Objekten zu verarbeiten, besteht darin, dem Metallpulver Bindemittel zuzusetzen. Dank dieses Bindemittels (auch Agent genannt) verbinden sich die einzelnen Partikel und Schichten miteinander.

OBJ-Dateiformat

Das OBJ-Format ist ein 3D-Dateiformat. Es kann von einer Vielzahl an CAD-Programmen und Slicern verwendet werden. Im Gegensatz zum STL-Format kann das OBJ-Format auch Textur- und Farbinformationen enthalten.

Oozing

Der Begriff Oozing bedeutet ins Deutsche übersetzt herauslaufen oder heraussickern. Das durch Hitze verflüssigte Filament entweicht dabei aus der Nozzle des 3D-Druckers. Dabei neigt das Material dazu, Fäden zu ziehen, welche anschließend mechanisch oder chemisch beseitigt werden müssen. Siehe auch Stringing.

Open Innovation

Durch Open Innovation ist die Produktentwicklung nicht mehr vor einzelnen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen verborgen, sondern wird von einer großen Anzahl von Menschen durchgeführt. Viele Ideen und Anregungen fließen in die Produktentwicklung mit ein. Dies kann zu einem besseren Produkt führen.

PLA (Polylactide)

PLA ist ein biologisch abbaubarer Kunststoff. Dieser ist besonders gut geeignet für einen einfachen Einstieg in den 3D-Druck, die schnelle Anfertigung von Designentwürfen und Prototypen. PLA weist beim Abkühlen nur einen geringen Verzug auf und lässt sich somit einfach verarbeiten. PLA-Filamente sind von vielen Herstellern verfügbar, wir empfehlen dir die Verwendung von PrimaCreator-Filament. Nachteilig bei PLA ist jedoch die geringe Hitzebeständigkeit dieses Kunststoffs.

Polygonnetz

Für eine Erklärung von einem Polygonnetz siehe dir den Mesh-Begriff an.

Rapid Prototyping

Rapid Prototyping beschreibt die schnelle, computergestützte und automatische Herstellung von Prototypen mit einem 3D-Drucker oder einer CNC-Fräsmaschine.

Rapid Tooling

Durch Rapid Tooling werden Werkzeuge für z.B. Formprozesse oder Spritzguss mittels 3D-Druck / Additiver Fertigung hergestellt. Diese Herstellungsweise reduziert den Zeit- und Kostenaufwand für die Werkzeugerstellung erheblich.

Rapid Manufacturing

Die Anwendung von Rapid Manufacturing beschreibt die schnelle Fertigung von Endbauteilen. Durch 3D-Druck wird es möglich kleine Losgrößen schnell und günstig auf den Markt zu bringen ohne zuvor erst teure Werkzeuge anfertigen zu müssen. Da 3D-Drucker individuelle Erzeugnisse bei jedem Fertigungsdurchgang ohne hohe Umrüstkosten erstellen können.

Reprap

Die Grundidee von Reprap ist es, 3D-Drucker einfach und kostengünstig für eine weite Nutzer-Basis verfügbar zu machen. Dies geschieht indem die Entwicklung und Baupläne frei und nach dem Open-Source-Prinzip veröffentlicht werden. Die Idee geht in die Richtung der Open-Source-Softwareentwicklung. 3D-Drucker sollen jedem zugänglich gemacht und ubiquitär verfügbar sein.

Resin – Harz

Resin – auch Harz genannt – ist ein flüssiges Photopolymer, das im 3D-Druck hauptsächlich für die Stereolithographie, den DLP- und LCD-3D-Druck verwendet wird. Durch eine Belichtung des Materials verbinden sich freie Radikale, sie polymerisieren und es entsteht ein festes Objekt oder Bauteile. Resins werden auch in anderen Bereichen als dem 3D-Druck eingesetzt. Mittlerweile sind eine Vielzahl an Resins mit unterschiedlichen Materialeigenschaften erhältlich. Dabei reichen die Materialeigenschaften von fest, hart, flexibel bis hin zu schwer entflammbar, durchsichtig, säure- und witterungsbeständig oder biokompatibel.

Retraction

Die Retraction-Einstellung kann in deinem Slicer festgelegt werden. Sie bezeichnet den Materialrückzug durch den Schrittmotor an deinem Extruder. Durch Retraction soll Oozing und Stringing entgegengewirkt werden, doch Achtung zu viel und schneller Rückzug von Material kann sich negativ auf deine 3D-Druckergebnisse auswirken.

Sintern (auch selektives Lasersintern, SLS)

Bei diesem additiven Fertigungsverfahren wird das Kunststoff- oder Metallpulver durch einen Laser selektiv an einem Punkt knapp unterhalb des Schmelzpunktes erwärmt. Die erhitzten Schichten verbinden sich miteinander. Dieser Vorgang wiederholt sich in Schichten und erzeugt ein 3D-Objekt.

Slicer

Slicer-Software wandelt CAD-Daten in Daten um, welche auf einem 3D-Drucker (G-Code) verarbeitet werden können. CAD-Daten werden in verschiedene Ebenen oder Bereiche unterteilt.

Stereolithographie (SLA, UV-Laser)

Die Stereolithographie (auch SLA, UV-Laser) ist das älteste 3D-Druckverfahren. Sie wurde von Chuck Hull (einem Gründer von 3D Systems) erfunden und existiert seit den 1980er Jahren. Die Technologie arbeitet mit Laserlicht im UV-Wellenlängenbereich, welches das polymerisierende Resin punktuell und bahnenweise aushärtet.

STL

Das STL-Format ist ein Dateiformat für den 3D-Druck / die Additive Fertigung. Viele CAD-Programme können STL-Dateien erstellen, lesen und verarbeiten. STL-Dateien werden auch Standard Tessellation Language oder Stereo Lithography genannt. Dieses Dateiformat wird von vielen anderen 3D-Softwarprogrammen unterstützt und häufig für das Rapid Prototyping und die computergestützte Additive Fertigung verwendet. Auf der Seite von Thingiverse stehen dir STL-Dateien, welche von anderen Personen konstruiert wurden, kostenlos zur Verfügung. Diese kannst du dir einfach herunterladen und in 3D ausdrucken.

Stringing

Während des 3D-Druckvorgangs führt der Extruder eine Hin- und Her-Bewegung mit der Nozzle und dem Extruder zwischen verschiedenen Teilen eines zu fertigenden 3D-Objekts durch. Das erhitzte und verflüssigte Filament kommt aus der Nozzle und zieht Fäden bei der Bewegung.

Smart Factory

Eine Smart Factory beschreibt die vernetzte und intelligente Fabrik der Zukunft. Digitale Technologien, Vernetzung und Integration der einzelnen Fertigungsverfahren und Steuerungssysteme ermöglichen eine automatisierte Produktion von stark individualisierten Produkten.

Supply Chain

Eine Supply Chain (deutsch: Lieferkette) umfasst alle Warenströme von Rohstoffen über Halbzeuge bis hin zu Fertigprodukten. Die Additive Fertigung / der 3D-Druck verändert die Lieferkette enorm. So können auf einmal Endbauteile oder Komponenten durch 3D-Drucker in einem Stück direkt in eigenen Betrieb gefertigt werden. Logistikkosten und -aufwände lassen sich durch weniger zugekaufte Bauteile reduzieren.

Support-Material

Nutze Support-Material als Stütz-Struktur, wenn du ein 3D-Modell mit Überhangen oder Lücken fehlerfrei additiv fertigen möchtest. Füge Stützstruktur automatisch oder manuell im Slicer deines 3D-Druckers hinzu. Mit modernen Slicern wie Simplify3D oder Cura ist dies kein Problem. Das Trägermaterial kann nach dem 3D-Drucken sehr leicht händisch oder durch Auflösen in Wasser oder Lösungsmittel entfernt werden.

TPU (Polyurethan)

Thermoplastische Urethan-Elastomere (TPU) verhalten sich bei Raumtemperatur ähnlich wie herkömmliche Elastomere. Sie lassen sich jedoch durch Wärmezufuhr verformen. Realisiere mit ihnen 3D-Drucke von flexiblen Bauteilen und Gegenständen.

Voxel

Ein Voxel ist das dreidimensionale Äquivalent zu einem zweidimensionalen Pixel, einem "3D-Pixel". Dabei besteht ein Voxel aus einem Quader mit einer Kantenlängen in X-,Y- und Z-Achsenrichtung. Je kleiner die Voxels sind und je mehr Voxels sich in einer Volumeneinheit befinden, umso höher ist die Auflösung und umso besser sind deine 3D-Druckergebnisse.

Wasserdichte CAD-Daten

Um von einem Slicer verarbeitet werden zu können müssen CAD-Daten wasserdicht sein. Stelle dir  vor, du würdest Wasser in die CAD-Datei gießen. Besitzt die Datei kein Loch in der Oberfläche, so bleibt das gesamte Wasser darin. Die CAD-Datei ist wasserdicht und kann von deinem Slicer interpretiert werden.

Warping

Wenn sich 3D-Druckobjekte durch Material-Schrumpfung beim Abkühlen verformen, spricht man beim 3D-Druck von Warping. Vor allem bei ABS-Kunststoffen tritt der sogenannte "Warping-Effekt" auf.

 

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